Toner Transfer Methode

Heute habe ich weitere Versuche mit der Toner Transfer Methode gemacht. Es gibt wieder neue Erkenntnisse die ich hier bereitstellen möchte.

Zunächst haben wir angefangen mit Reichelt Katalogpapier. Das ging bei uns nur mäßig. Dies kann mehrere Ursachen haben. Die Temperatur vom Bügeleisen ist nicht überall gleich, oder die Platine nicht gut genug sauber.
Ich las in einem Forumsbericht davon man könne auch Overheadfolien für Laserdrucker nehmen. Das sollte besser und sauberer gehen als das mit dem Papier.

Die Versuche die ich gemacht habe waren mit rauer Folie und mit glänzender. Die glänzende Folie ging wesentlich besser. Der riesen Vorteil bei der Folie anstelle von Papier ist, dass man beim Ablösen sehen kann ob es hält und wenn es das nicht tut kann man es einfach nochmal unter das Bügeleisen packen. Das klappt auch wenn Folie und Platine nass sind.

Somit kann man es sich nur noch mit zu viel Temperatur (verläuft dann) versauen.

 

Die Platinen habe ich vorher noch mit 150er Schleifpapier angeschliffen. Ich wurde das Gefühl nicht los das da noch eine Schicht drauf ist. Versuche mit Scheuermilch haben keinen Erfolg gebracht.

Zusammengefasst hier meine Materialien:

  • Laserdruckerfolie (Soennecken)
  • Platine mit 150er Schleifpapier angeschliffen
  • Bügeleisen zwischen zwei und drei Punkten eingestellt öfter hochgenommen ca. 3 Minuten Gesamtddauer und Leiterbahnen mit der Bügeleisenspitze angedrückt. Dann einfach ins kalte Wasser geworfen.
  • Beim Ablösen der Folie aufgehört wenn noch Toner an der Folie haftete und erneut die nasse Platine gebügelt.

 

 

10 Gedanken zu „Toner Transfer Methode

  1. Zum einfacheren ablösen von Hochglanzpapier sollte man ein paar Tropfen Spühlmittel in die Wasserschale geben. Das nimmt die Oberflächenspannung des Wassers und es kriecht besser ins Papier. Dann nur noch 15mins ziehen lassen. Wasser sollte KALT sein, damit der Toner möglichst hart bleibt.

    Mein Hauptproblem mit dieser Methode ist leider bislang das Aufbügeln. Mein Bügeleisen scheint uneben oder „gewölbt“ zu sein und das aufbügeln mit der Fläche ist wenig Erfolgreich. Selbst wenn man drückt wie ein Ochse.

    Beim aufbügeln mit der Spitze habe ich nur eine winzige Auflagefläche und laufe Gefahr dass sich das Papier verschiebt. Schätze ich muss noch ein wenig üben.

    Bringt denn das „anschleifen mit 150er Schmirgelpapier“ eine Verbesserung der Haftung? Und reinigt ihr anschließend die Platine nochmal mit Alc oder Aceton ?

    MfG
    Axel

    • Hallo Axel!

      Wir haben heute noch einen weiteren Test gemacht. Ohne Anschleifen. Wir hatten ein ebenfalls sehr gutes Ergebnis. Mit dem Bügeleisen musst Du aufpassen ob es sich auch so wie unseres nach einer Zeit zur Sicherheit abschaltet. Wir haben dafür sogar noch eine zweite Lampe dran die das anzeigt. Das hatten wir am Anfang nicht bemerkt und immer Miese Ergebnisse.
      Ich kann Dir nur die Folie empfehlen. Viel besser als Papier.
      Nach dem Anschmirgeln hatte ich es im übrigen auch nochmal mit Aceton saubergemacht.
      Gruß, Steffen

  2. Das Papier löst sich natürlich nicht so problemlos von der Platine wie die Press’n Peel Spezialfolie. Deshalb legt man die Platine für rund eine Viertelstunde in lauwarmes Wasser mit etwas Spülmittel. In der Zwischenzeit heizt man den heimischen Backofen auf 200 Grad vor. Danach ist das Transparentpapier durchgeweicht und kann mit den Fingerkuppen (nicht den Fingernägeln!) abgerubbelt werden. Die Tonerschicht auf der Platine ist nicht sonderlich empfindlich. Allerdings ist sie nach meiner Erfahrung auch nicht so deckend und dicht, wie man das mit der Press’n Peel Folie hin bekommt. Bei dieser Folie wird mit dem Toner eine dünne Schicht von der Folienoberfläche auf die Platine geklebt, die völlig homogen ist. So gut arbeitet die simple Papiermethode nicht. Bei genauem Hinsehen wird man entdecken, dass im Tonerauftrag kleine löchrigen Stellen zu erkennen sind. Wo das größere Löcher sind, kann man mit einem ätzresistenten Stift nachhelfen. Insgesamt hilft, dass die Tonerschicht für zehn Minuten im Backofen eingebrannt wird. Dabei schmilzt der Toner ein weiteres mal und verläuft etwas, so dass sich kleine Löcher schließen. Außerdem wird die Schicht sehr kratzfest – auf diese Weise kann deshalb auch ein Bestückungsaufdruck aufgebracht werden, der ziemlich dauerhaft ist. Meine Versuchsmuster habe ich mit einem Wasser, Salzsäure und Wasserstoff-Peroxid-Gemisch geätzt, dass den Toner nicht angreift.

  3. Hab einige Versuche mit dem HP 1200 gemacht und muß bestätigen dass der HP-Toner nicht der beste ist. Die besten Ergebnisse hatte ich mit Seiten aus „Sugar“ – so ne Teenie-Zeitschrift von meiner Schwester geklaut 🙂 Reichelt-Seiten waren am zweitbesten, Folien funktionieren gar nicht (Toner verschmiert) und alle anderen Papiersorten waren auch Schrott (u.a. Glanzpapier aus einem alten Buch probiert) Insgesamt bestimmt 30 Versuche gemacht, und kein einziges wirklich erfolgreich. Einige waren stellenweise perfekt; superfeine Leiterbahnen für SMD waren voll da, aber an anderen Stellen waren bei allen Versuchen Fehler aufgetaucht. Besonders krass war, dass wenn ich den HP-Toner zulange gebügelt hab, er plötzlich auf das Papier zurücksprang und dann fast nix auf der Platine blieb! Ich werd mein Glück jetzt ma mit ner Fotokopie probiern, und mir außerdem nen billigen Laminator holen. Achja, alte Fotoplatinen lassen sich wunderbar als Versuchsobjekt mißbrauchen, indem man mit Spiritus den Foto-Schmier gründlich abreibt.

    • steffen sagt:

      Hallo Adrienne!

      Wir haben versucht unseren Aldi Laminator umzubauen, damit er die Temperatur schafft. Das ist uns aber nicht gelungen. Voller Frust habe ich dann UV LEDs bestellt die unter zehn Euro gekostet haben. Ich habe dann aus einem simplen Wasserkocherkarton mit Hilfe der UV LEDs und einer Lochrasterplatine, sowie einem alten 5V Netzteil von ich weiß nicht was es mal gewesen sein mag einen UV Belichter gebaut. Sehr simpel und an Teilen unter 15 Euro. Damit habe ich dann experimentiert um die ptimale Belichtungsdauer zu ermitteln. Was soll ich sagen. So perfekte Ergebnisse hatte ich mit dem Bügeln und dem Toner nie, und die Linienstärken sind so wahnsinnig fein, dass ich auch Dir empfehlen möchte es auszuprobieren. Soll ich eine Bauanleitung schreiben? Ist echt leicht und glaub mir, ich hab keine gute technische Austattung und bin kein Handwerksgenie.

      Gruß, Steffen

  4. …Aber wegen politischer Gründe sollte in jedem Fall Platinenrohmaterial von Bungard verwendet werden! Die schwarze Scheiße die nach dem Abziehen der blauen Schutzfolie an überlagerten Platinenrohlingen klebt, lässt sich vorsichtig mit Waschbenzin und Watte entfernen. Belichtungs- und Entwicklungszeit verringern sich dann etwas.

  5. Das Papier löst sich natürlich nicht so problemlos von der Platine wie die Press’n Peel Spezialfolie. Deshalb legt man die Platine für rund eine Viertelstunde in lauwarmes Wasser mit etwas Spülmittel. In der Zwischenzeit heizt man den heimischen Backofen auf 200 Grad vor. Danach ist das Transparentpapier durchgeweicht und kann mit den Fingerkuppen (nicht den Fingernägeln!) abgerubbelt werden. Die Tonerschicht auf der Platine ist nicht sonderlich empfindlich. Allerdings ist sie nach meiner Erfahrung auch nicht so deckend und dicht, wie man das mit der Press’n Peel Folie hin bekommt. Bei dieser Folie wird mit dem Toner eine dünne Schicht von der Folienoberfläche auf die Platine geklebt, die völlig homogen ist. So gut arbeitet die simple Papiermethode nicht. Bei genauem Hinsehen wird man entdecken, dass im Tonerauftrag kleine löchrigen Stellen zu erkennen sind. Wo das größere Löcher sind, kann man mit einem ätzresistenten Stift nachhelfen. Insgesamt hilft, dass die Tonerschicht für zehn Minuten im Backofen eingebrannt wird. Dabei schmilzt der Toner ein weiteres mal und verläuft etwas, so dass sich kleine Löcher schließen. Außerdem wird die Schicht sehr kratzfest – auf diese Weise kann deshalb auch ein Bestückungsaufdruck aufgebracht werden, der ziemlich dauerhaft ist. Meine Versuchsmuster habe ich mit einem Wasser, Salzsäure und Wasserstoff-Peroxid-Gemisch geätzt, dass den Toner nicht angreift.

  6. gustav sagt:

    Bitte mal um Hilfe.
    Ich hab das heute mal mit der Toner Methode ausprobiert.
    Alles nach Vorschrift. Einmal mit Laserfolie und einmal mit Entwurfspapier( habe ich schon
    zum Belichten benutzt) gedruckt mit HP LJ 1100.
    Gebügelt wie ein WM, ich habe überhaupt nichts auf die Platine bekommen.
    Was läuft da schief? Vielen Dank.

    • steffen sagt:

      Hast Du die Platine mit Aceton oder so vorher fettfrei gehabt? War die Temperatur heiss genug? Ich hab mich mit dem Bügeln immer so rumgeärgert, nun bin ich auf Belichten umgestiegen. Das ist viel angenehmer. Ich hoffe die Antwort ist nicht viel zu spät. Meine Benachrichtigung scheint nicht zu gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.